Das ist sicherlich die zentrale Frage, die aber letztlich nicht vollständig beantwortet werden kann, da die
Aufgabenfelder der Initiative sehr weit gestreut sind und der Einzelne auch indirekt davon profitiert:

Neben den Bemühungen, endlich einmal allen Schwarzpulverschützen eine bundesweit gültige, einheitliche und
umfassende Wettkampfordnung zu ermöglichen, werden u.a. auch Anstrengungen unternommen, die
Verwaltungsbehörden zum Abbau von unnötigen Auflagen nach dem Sprengstoffgesetz zu bewegen, wie jetzt
z.Bsp ganz aktuell in den Bundesländern, wo wir uns darum bemühen, die zuständigen staatlichen Organe,
Ordnungsbehörden und Verwaltungen davon zu überzeugen, doch die "Baden-Württembergische" Lösung zu
übernehmen und von einer Mengenkontingentierung für den Bezug von des Schwarzpulver über die Laufzeit der
Erlaubnis nach § 27 künftig abzusehen.

Nur zur Info: die Bundesländer mit restriktiven Regelungen sind in der Mehrheit und Baden-Württemberg ist eine
rühmliche Ausnahme mit seiner eher liberaleren und dem Bürger etwas mehr vertrauenderen Variante. Die von
den Kommunal- und Lokalpolitikern Ihren Bürgern im Wahlkampf versprochene und dann tatsächlich
zugestandene Achtung und Wahrung der Mündigkeit aller Bürger schwankt eben von Bundesland zu Bundesland
- oft sogar von Landratsamt zu Landratsamt. Müssen die Schwarzpulverschützen sich wirklich bevormunden
lassen, wo doch im Sprengstoffgesetz bereits genau geregelt ist, dass i.d.R. nicht mehr als 1 kg Zuhause
gelagert werden darf. Was geht es die Genehmigungsbehörden an, ob nun jemand 5, 10 oder 20 kg innerhalb
von 5 Jahren verbraucht - solange der Schütze nicht mehr als 1 kg zu Hause lagert und konsequent die Lager-
und Aufbewahrungsbestimmungen des Sprengstoffgesetzes einhält. Der Verbrauch an Schwarzpulver ist doch
letztlich ausschließlich abhängig von der Intensität, in welcher er sein Hobby ausübt.

Wo kämen wir denn hin, wenn demnächst (ohne Notwendigkeit zu einer in Krisenzeiten durchaus
denkbaren und möglichen Zwangsbewirtschaftung!) jedem nur noch 10 Liter Benzin im Monat zum
Verbrauch für sein Auto genehmigt werden würde, oder zum Fernsehen künftig nur noch der
Verbrauch von maximal einer halben Kilowattstunde pro Monat erlaubt wäre....

Sichergestellt und garantiert werden sollen aber auch faire Preise im Handel, eine vollständige Logistikkette und
höchster Qualitätsstandard. Wir wollen verhindern, dass sich die berühmt berüchtigte "Replika-Misere" aus den
sechziger Jahren wiederholt und mühsam neu gewonnene Schwarzpulverschützen aus Enttäuschung über die
schlechte Qualität gekaufter Waffen und/oder Zubehörteile Ihrem Hobby ganz schnell wieder den Rücken
kehren. Auch sollen Lücken in der Logistik geschlossen werden. Es ist einfach nicht gut, wenn man eine Waffe
kauft – dann aber die passenden Patches und Kugeln dazu nicht bekommt oder bei jedem Nachkauf andere
Fabrikate mit anderen Qualitätsstandards angeboten werden, bzw. im Fall eines defekten Teiles Monate
vergehen, bis ein Ersatzteil beschafft werden kann.... . Auch hier versucht die Initiative Mindeststandards
verbindlich einzuführen und Kontinuität in Qualität und Quantität auf Basis einer Eigenverpflichtung der an der
Initiative beteiligten Unternehmen zu garantieren.

Auch ist angedacht, in engem Dialog mit dem Fachhandel und Herstellern den Ansprüchen der aktiven
Sportschützen gerechter werdende Produkte auf den Markt zu bringen. So entwickeln wir beispielsweise in
enger Zusammenarbeit mit der Fa. Koffer Eisele derzeit einen speziell auf die Bedürfnisse der
Vorderladerschützen ausgerichteten Wettkampfkoffer für Steinschloss- und Perkussionspistolen sowie
Perkussionsrevolver.

Aber:

Hauptziel der Initiative ist und bleibt:

Das Schwarzpulverschießen zum Breitensport zu entwickeln und das bedeutet: möglichst viele Schützen für
diese Sportart neu aus allen Teilen der Bevölkerung zu gewinnen. Das kann nur zum Wohle aller sein, die sich
dem Thema "Schwarzpulverschießen" verschrieben haben und diese Initiative unterstützen. Wir wollen keine
kleine elitäre Gruppe von hochtrainierten Weltklasseschützen, die in engstem Kreis jedes Jahr untereinander die
Preise ausschießen – wir wollen, dass möglichst viele Schützenkameraden und Schützenkameradinnen Woche
für Woche Spaß und Entspannung in Ihrem Hobby finden und dort auch echte und wahre Kameradschaft
pflegen.

Ganz besonders wollen wir die Damenwelt dazu ermuntern, über diese Disziplin den Einstieg in den -
seither überwiegend männlich dominierten Schießsport - zu finden.

Derzeit betreiben noch nicht einmal mehr 10.000 Sportschützen wettkampfmäßig das Schwarzpulverschießen in
Deutschland. Insgesamt werden es gegen Ende des Jahres 2002 mit an Sicherheit grenzender
Wahrscheinlichkeit keine 10.000 Schützen mehr gewesen sein, die aktiv diesem schönen Hobby nachgehen.
Tendenz auch im Jahre 2002: nach wie vor (in der Summe!) sinkend!

Ziel unserer Initiative ist es, diesen nunmehr schon viele Jahre andauernden Negativ-Trend so schnell als
möglich wieder umzukehren. In der Blütezeit des Schwarzpulverschießens in Deutschland (Ende der 60-er bis
ca. Ende der 80-er Jahre) gab es zeitweise bis zu 60.000 Schützen, die dieses Hobby mehr oder weniger aktiv
ausgeübt haben.

Wir wollen mit dieser Initiative das Schwarzpulverschießen nicht nur (wieder!) populär machen, sondern es aus
der Ecke herausführen, wo es derzeit – völlig zu Unrecht und von der ein oder anderen Lobby sogar
gewolltermaßen - dahindümpelt.

wichtiges Statement:

Ein wichtiges Ziel der Initiative ist, die Interessen aller Beteiligten (Schützen, Vereine, Verbände,
Hersteller, Medien, Dienstleister und Fachhandel) möglichst auf einen gemeinsamen Nenner zu bringen,
um so überhaupt erst einmal die Basis zu schaffen, auf der sich das Schwarpulverschießen dann in
Folge möglicherweise zum Breitensport entwickeln kann.

Es ist ausdrücklich nicht unser Ziel, den bereits existierenden Verbänden Ihre aktiven Schützen
abzuwerben - denn dadurch werden im Markt keine neue Schützen gewonnen - sondern nur
"umverteilt". Es geht uns vielmehr darum, den Vereinen neue Schwarzpulverschützen aus der
Bevölkerung zu gewinnen. Bereits aktiven Schützen möchten wir eine zusätzliche Alternative bieten,
besonders dort, wo für Ihn - aus welchem Grund auch immer - bislang keinerlei Sportwettkämpfe
angeboten werden.